Wasserbetten Matratzen
die Wassertechnik für Wasserbetten
Die Wasserbetten Matratzen , Wassermatratze oder auch Wasserkerne oder Wasserblase genannt, ist die wichtigste Komponente bei einem Wasserbett neben der Heizung. Der Wasserkern besteht aus einem Vinyl das meistens dicker als das der Sicherheitswanne ist, da es höheren Beanspruchungen ausgesetzt ist.
 Beispiel für ein DUAL System bestehend aus zwei Wasserkernen
Wasserkerne werden mit unterschiedlichen Schweißtechniken verarbeitet, wovon
heute die Hochfrequenzverschweißung die fortschrittlichste und schonendste für
das Vinyl ist. Denn das verschweißen strapaziert das Material. Deswegen ist es
am Besten eine Matratze mit möglichst wenig Schweißnähten zu wählen. Diese
sollten sich nach Möglichkeit nicht an der stark beanspruchten Oberfläche der
Wasserbettmatratze befinden. Es ist richtig das ein dünnes Vinyl
nachgiebiger ist. Es hat aber auch den großen Nachteil das es leichter zu
beschädigen ist. Zudem bezahlt der Hersteller das Vinyl nach seinem Gewicht.
Ein sehr dünnes Vinyl (0,48 mm oder noch weniger) ist deshalb argwöhnisch zu
betrachten. Die meisten guten Hersteller verwenden Vinyl mit einer Stärke von
20 mil (0,51 mm) bis 0,6 mm. Zu dick darf das Vinyl aber auch nicht sein, da
Falten im Vinyl dann schnell zu Bruchstellen führen.
Wasserbett-Vinyl besteht auch zu kleinen Mengen aus Schwermetallen und
anderen Weichmachern, die dafür sorgen dass das Vinyl weich bleibt und nicht
nach 2 Jahren bereits ausgetauscht werden muß. Die Zusammensetzung kann stark
abweichen. Billiges Vinyl kommt meistens aus Asien, was noch lange nicht
negativ sein muß, denn auch gute Vinyle können dort bestellt werden. Immer
abhängig von den Wünschen des Wasserbett-Großhändlers.
Häufig gibt der Hersteller seinen Kunden keine Auskunft über die
tatsächliche Zusammensetzung des Vinyls und es kann vorkommen dass das Vinyl
nicht den deutschen Normen für Wohnmöbel entspricht. Man sollte seiner
Gesundheit zuliebe deshalb von Nonameprodukten besser die Finger lassen. Achten
Sie darauf das Sie das Wasserbett von einem ordentlichen
Handel/Versandunternehmen bekommen und nicht vom nächstbesten Ebay-Verkäufer
oder Garagenhändler.
Zwischen 1000,-€ bis 2000,-€ kann man aber schon sehr gute Wasserbetten
erwerben, je nach eigenen Anspruch. Lassen Sie sich in jedem Fall den Gehalt an
Schwermetallen und anderen Inhaltsstoffen wie Cadmium schriftlich geben, oder
achten Sie auf Prüfzeichen wie TOX PROOF oder ÖKOTEX auf das Vinyl des
Herstellers.
Der Gesetzgeber schreibt z.B. einen Cadmiumgehalt von weniger als 100ppm
vor, welcher aber von keiner Instanz überprüft wird. Ein Importeur kann somit
alles verkaufen, ohne Rücksicht auf den Endkunden nehmen zu müssen. Schutz
bietet nur ein freiwillig vom TÜV oder Ökotex geprüftes Wasserbett-Vinyl!
Wenn Sie sich neue Wasserkerne zulegen wollen, müssen Sie folgendes beachten:
-
Die Größen der Softside Wasserbett Kerne werden immer einschließlich Schaumstoffumrandung, gleich Bettgröße angegeben.
- Die Größen der Hardside Wasserbett Kerne sind immer die gleiche Größe wie das Innenmaß Ihres Bettgestells.
Sicherheitswanne
Ein gefüllter Wasserkern muss sich in ein Sicherheitswanne befinden um im Falle
eines Defekts am Vinyl oder einer Schweißnaht zu verhindern das Wasser aus der
Matratze gelangt. Eine Sicherheitswanne verhindert, das im Falle eines Lochs im
Wasserkern Feuchtigkeit aus der Matratze austreten kann.
Worauf Sie achten sollten:
Leider ist die Sicherheitswanne eine Komponente an der viele Hersteller oder
Großhändler sparen, obwohl Sie dem Schutz im Schadensfall dient und im Notfall
möglicherweise große Wassermengen auffangen muss. Dadurch verdient sich der
Hersteller oder der Fachhändler nochmal zusätzliches Geld in den
darauffolgenden Jahren, wenn die Sicherheitswanne
aufgrund eines Schadens
gewechselt werden muß.
Warum können Sicherheitswannen defekt werden?
Zwar werden sogenannte Outliner bereits durch ihren Zuschnitt über die
Schaumkeile gespannt, aber diese sind starr und der Wasserkern flexibel und
häufig in Bewegung. Dadurch entstehen Zugkräfte auf die Sicherheitswanne und da
diese bei den üblichen bauweisen nicht an jedem cm gehalten werden, können sie
verrutschen und später (häufig an den Schweißnähten) einreißen. Dabei geht es
weniger um die Stärke des Materials. Die Sicherheitswannen müssen nicht
unbedingt so dick sein, wie das Matratzenvinyl, da sie weniger belastet werden.
Die Schweißnähte sind aber häufig sehr schwach und in nahezu 99% aller Fälle
nur auf Stoß geschweißt, ohne Verstärkungen. Schaden kann es in keinem Fall wenn
die Sicherheitswanne auch 20 mil Stärke oder mehr hat.
 Hier sehen Sie ein sog. Outliner wie er über die Schäume gezogen wird!
Bei den meisten Sicherheitswannen handelt es sich um „Outliner“. Sie werden
über den äußeren Schaumrahmen der Matratze gespannt. Die Sicherheitswanne sollte so
geschweißt sein, das Sie die Schaumwanne komplett umfasst und unter den Schaum
greift, um ein späteres verrutschen durch auftretende Zugkräfte möglichst
vorbeugen zu können.
 Hier sehen Sie einen Outliner und eine Thermotrennwand bevor die Wasserkerne reinkommen.
„Inliner“ oder Kontur-Liner sind Sicherheitswannen die nicht über die
Schaumkeile gezogen werden. Sie liegen nach Innen über den Wasserkernen und somit sind die Schäume nicht geschützt. Der Nachteil dieser Liner liegt auch bei der Pflege. Das Wasserbett läßt sich so viel schwerer sauber machen und meistens verrutscht der Inliner unter die Wasserkerne und somit kann das Wasser nicht aufgefangen werden.
Bei Hardside-Systemen sollten Sie darauf achten, das es sich bei der
Sicherheitswanne um einen sogenannten „Stand-up Liner “ handelt. Er ist an den
Rändern mit einer festen Platte aus Pappe, Plastik oder Hartfaserplatten
verstärkt. Die Verwendung eines „Inliners“ wird auch hier nicht empfohlen.
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